Anstatt die Hauptwechselstromleitung direkt an eine Pumpe anzuschließen, die für bestimmte feste Durchflusscharakteristika ausgewählt wurde, verwendet die Decent Espressomaschine überdimensionierte Pumpen, die bei hohen Durchflussraten einen Druck von 19 bar erreichen können. Die Maschine überwacht die Wechselstromleitung, um den „Nulldurchgang“ des elektrischen Stroms zu erkennen. Dadurch kann das System die Leistung in einzelne Wechselstromimpulse aufteilen und genau steuern, wie viele Impulse entweder an die Heißwasserpumpe oder an die Kaltwasserpumpe gesendet werden.
Die Heiß- und Kaltwasserleitungen münden in zwei übereinander angeordnete rechteckige Strukturen. Diese Komponenten bestehen aus einem Hochleistungspolymer namens Ultem, sind mit einer Reihe von Löchern versehen und werden als Hilfsverteiler (Aux-Verteiler) und Mischverteiler bezeichnet. Hier findet die physikalische Vermischung des Wassers statt, überwacht durch spezielle Temperatursensoren, die sowohl das einströmende als auch das ausströmende Wasser messen.
Die Maschine überwacht die Wassertemperatur in zwei Phasen: zunächst vor Beginn der Zubereitung des Espressos und anschließend direkt im Brühkopf, sobald der Brühvorgang läuft. Stellt der Sensor fest, dass das Wasser auch nur geringfügig zu heiß oder zu kalt wird, passt sich die Software sofort an. Sie verändert das Mischungsverhältnis, indem sie entweder der Heiß- oder der Kaltpumpe einige zusätzliche Zyklen (oder Impulse) beibehält, um die Temperatur sofort zu korrigieren.
Die Schläuche, die durch diesen Mischbereich verlaufen, sind mit einem unglaublich schmalen Innendurchmesser von nur 1,2 Millimetern ausgelegt. Da die Schläuche so dünn sind, befindet sich zu jedem Zeitpunkt nur ein sehr geringes Wasservolumen in ihnen. Dieses minimale Wasservolumen ermöglicht es der Maschine, das Heiß-Kalt-Gemisch nahezu augenblicklich anzupassen und schnell auf Echtzeit-Sensordaten zu reagieren, ohne einen großen Vorrat an falsch gemischtem Wasser ausspülen zu müssen.