Der Unterschied liegt darin, wo die Temperatur gemessen wird. Herkömmliche Maschinen messen die Temperatur direkt im Boiler. Da das Wasser auf seinem Weg vom Boiler durch die Metallkomponenten der Maschine zum Brühkopf Wärme verliert, kann es sich um 6 bis 8 °C (etwa 11 bis 14 °F) abkühlen, bis es den Kaffee berührt. Im Gegensatz dazu misst die Decent Espressomaschine die Temperatur nur zwei Millimeter über dem Kaffeepuck und erfasst so die tatsächliche Extraktionstemperatur des Kaffeeaufgusses.
E61-Brühköpfe basieren auf einem großen, unisolierten Metallblock, der dazu dient, Wärme in den Raum abzustrahlen. Sie erreichen stabile Temperaturen in stark frequentierten italienischen Cafés, in denen Espressi nacheinander zubereitet werden, wodurch das Metall durchgehend erhitzt bleibt. Zu Hause hingegen, wenn die Maschine eine Stunde lang im Leerlauf war und Sie nur einen Kaffee zubereiten, wurde das Metall nicht aktiv durch fließendes Wasser erwärmt. Dies kann dazu führen, dass Ihr Kaffee unterextrahiert ist und bis zu 15 °C unter Ihrer Zieltemperatur liegt.
Ein elektrisch beheizter Brühkopf, wie er bei der Decent zum Einsatz kommt, regelt aktiv die Temperatur des Brühkopfs selbst, anstatt sich passiv auf die Wärme aus dem Boiler zu verlassen. Dieser Aufbau stellt sicher, dass die Metallkomponenten vor Beginn des Brühvorgangs stets die richtige Temperatur aufweisen, wodurch die Zubereitung zu Hause deutlich gleichmäßiger und präziser wird.
Wenn Sie eine Zieltemperatur (z. B. 92 °C) einstellen, strebt die Maschine diese Temperatur auf der Ebene des Aufgusses an. Da sie zunächst auf Kaffeepulver mit Raumtemperatur trifft, pumpt die Maschine automatisch heißeres Wasser (z. B. 94 °C) ein, um das kalte Kaffeepulver zu erwärmen. Während der Puck Wärme aufnimmt und sich erwärmt, kühlt die Maschine das zufließende Wasser dynamisch ab. Sie überprüft und korrigiert die Wassertemperatur mehrmals pro Sekunde, um Ihre angestrebte Extraktionstemperatur so schnell wie möglich zu erreichen und aufrechtzuerhalten.